Archaischer Torso Apollos.

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,

die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern.


Rainer Maria Rilke, Frühsommer 1908, Paris

For a lasting digitalization game plan.

Digitalisierung polarisiert. Die einen sind Enthusiasten, die von ihrer Umsetzung predigen als wäre es der größte religiöse Mythos unserer Tage. Die anderen verfallen in eine Panikstarre. Kann man den gewohnten Alltag und langjährige, bewährte Unternehmensstrukturen überhaupt umstellen? Erstere scheinen kompromisslos sämtliche Vorgänge zu digitalisieren ohne den Mehrwert zu hinterfragen. Letztere digitalisieren ein Mindestmaß, um gerade so gesellschaftsfähig zu bleiben und nicht verstaubt zu wirken. Der Schock für beide: Seit kurzem leben wir laut Wissenschaft bereits in einem Postdigitalen Zeitalter.

Die Digitalisierung befinde sich bereits in der Krise und habe ihren Zenit überschritten. Festgemacht wird dies an der sinkenden Zahl von digitalen Innovationen und der Trend hin zu analogen Gadgets wie der Polaroid Kamera, den Vinylplatten, Füllfederhaltern oder dem Puzzeln als Gesellschaftsspiel vor allem während der Ausgangsbeschränkungen.

Sollen wir also zurückkehren? Oder könnten Rilkes Gedicht und der darin enthaltene Imperativ „du musst dein Leben ändern“ helfen. In erfüllten Momenten unseres Lebens können wir wohl am besten noch nicht verwirklichtes Potential erkennen. Es leuchtet hell auf ähnlich wie das Gesetz in Kafkas Torhüter Parabel. Postdigitalität bedeutet nämlich nicht, dass die digitalen Enthusiasten sich eine neue Religion suchen müssen oder man getrost abwarten kann bis der digitale Fluch ähnlich wie ein Virus vorüber geht. Postdigitalität bedeutet lediglich, dass der Totalitaritätsanspruch der Digitalisierung zu Ende ist.

Digitale Systeme leisten gerade im Gesundheitswesen oder bei der Städteplanung Erstaunliches. Allerdings werden sie effizienter, sobald wesentliche Entscheidungen von Menschenhand – also Entscheidungen basierend auf Werten und Empathie, jenseit von Optimierung – getroffen werden. In Zukunft muss zwischen Innovationismus und echtem Fortschritt unterschieden werden, um eine Vorreiterrolle innehaben zu können. Dies gelingt nur durch eine sinnvolle Symbiose von Digitalem und Analogem. Viele Unternehmen schöpfen genau an dieser Stelle noch nicht ihr volles Potential aus.

Daily7 hat sich diese Überlegung zum Credo gemacht:

„For a lasting digitalization game plan“ bedeutet Strukturen zu schaffen, die Ihrem Unternehmen zu echtem Fortschritt statt bloßem Innovationismus verhelfen und so unsere Beratungsleistung für Sie gewinnbringend überdauern. Unser Fokus liegt dabei selbstredend auf Digitalisierungsstrategien in sämtlichen Bereichen. Allerdings legen wir großen Wert darauf, Sie während der operativen Umsetzung an unseren strategischen Vorüberlegungen teilhaben zu lassen und Ihre Mitarbeiter so einzuarbeiten, dass diese Symbiose gelingt. Unsere Beratungsleistung ist inspiriert von marketingstrategischen Arbeitsweisen, da sie auf ein starkes Miteinander von menschlicher Intuition und Erfahrung und digitaler Technologie bauen.